Sachsen bleibt negativer Spitzenreiter bei Schulabgängern ohne Schulabschluss

„Der gestern von der Bertelsmann Stiftung präsentierte Lernatlas bringt leider kaum neue Erkenntnisse, da überwiegend altbekannte Daten wie z. B. die Grundschulstudie IGLU von 2006 oder die PISA Ergebnisse von 2006 und 2009 verarbeitet werden.

 

Auch dass Sachsen beim Anteil der Schulabgänger ohne Schulabschluss mit elf Prozent unverändert negativer Spitzenreiter unter den Ländern ist, ist ein seit Jahren von der Landesregierung verdrängter Skandal. Mehr als jeder zehnte Jugendliche hat nach meist zehn Jahren Schulbesuch kaum eine Chance auf eine qualifizierte Berufsausbildung und noch viel weniger auf eine die eigene Existenz sichernde Tätigkeit.

 

Ebenso besorgniserregend ist der 12. Rang beim sozialen Lernen. Das Desinteresse der Bevölkerung an sozialem Engagement und Wahlbeteiligung (Rang 14) ist ein schlechtes Zeichen für unsere Demokratie. Es gilt ernsthaft die Ursachen dafür zu ergründen und Ehrenamt mit allen Mitteln zu unterstützen. Die Streichungen der Mittel für ehrenamtliche Aufwandsentschädigungen im aktuellen Landeshaushalt sind kontraproduktiv. Die SPD-Fraktion fordert die Landesregierung auf, diese Streichungen rückgängig zu machen und vor allem in den Schulen und in der Jugendarbeit demokratische Mitwirkung zu stärken.“

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