Vorsorgen statt reparieren - Bildungsbericht muss in Sachsen die Alarmglocken läuten lassen

Dr. Eva-Maria Stange, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt:

„Der gestern vorgelegte Bildungsbericht 2010 signalisiert die höchste Alarmstufe: Demnach verlassen im Bundesdurchschnitt 7,5 Prozent aller Schülerinnen und Schüler die Schule ohne Schulabschluss. In Sachsen sind es sogar 11,1 Prozent! Der Bildungsbericht muss also in Sachsen die Alarmglocken läuten lassen.

Wir müssen jetzt schnell und wirksam nach dem Motto ‚vorsorgen statt reparieren‘ handeln. Dazu gehören eine wesentlich bessere Förderung von Kindern aus bildungsbenachteiligten Elternhäusern in guten Kindertagesstätten und eine deutliche Stärkung der Schulsozialarbeit an Grundschulen und Mittelschulen vor allem in sozialen Brennpunkten. Aber hier setzten gerade die Streichkonzerte der schwarz-gelben Staatsregierung die falschen Signale, da viele Schulsozialarbeiter mit den Kürzungen der Jugendpauschale ihre Tätigkeit nicht fortsetzen können.

Ich fordere die sächsische Staatsregierung und insbesondere Staatsminister Wöller auf, schnell das Ruder in der verfehlten Bildungspolitik herumzureißen. Tun wir das nicht, riskieren wir, Schlusslicht in Deutschland zu werden.“

Weiter Informationen finden Sie unter:

www.bildungsbericht.de