Schließung des Gorbitzer Gymnasiums bleibt fatale Fehlentscheidung
Zum bildungspolitischen Potential des Stadtteils Gorbitz sowie zur Gründung des `Bildungsstammtisches Gorbitz´ erklärt die SPD-Landtagsabgeordnete und bildungspolitische Sprecherin Dr. Eva-Maria Stange:
„Gute Bildung ist die beste Eintrittkarte in ein erfolgreiches Leben. Kindertagestätten und Schulen haben eine enorme Verantwortung für das Aufwachsen von Kindern. Daher benötigen sie auch solche Rahmenbedingungen, die eine individuelle Förderung aller Kinder ermöglicht. Gerade in einem Stadtteil wie Gorbitz, in dem viele Kinder in soziale- und einkommensschwachen Familien aufwachsen, müssen die Bildungseinrichtungen mehr leisten können. Die Schließung des Gorbitzer Gymnasiums war eine fatale politische Fehlentscheidung, die dringend rückgängig gemacht werden muss. Ein Gymnasium ist gerade für Eltern, die ihren Kindern die besten Bildungschancen in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld ermöglichen wollen, ein zentraler Standortfaktor und Anziehungspunkt. Insofern könnte eine Wiedereröffnung des Gymnasiums Gorbitz sicher auch dazu beitragen, das Gorbitz insbesondere bei jungen Familien an Attraktivität gewinnt.
Es reicht jedoch nicht, allein das Angebot an Bildungseinrichtungen auszubauen. Vielmehr müssen die bereits bestehenden Bildungsangebote auch besser ausgestattet und gefördert werden. In diesem Zusammenhang kann das Projekt `Soziale Stadt´ durchaus eine zentrale Rolle spielen. Hierzu müsste es aber noch stärker zur Förderung der sogenannten weichen Faktoren wie Bildung und Kultur eingesetzt werden. Beispielsweise könnte es zusätzliche Schulsozialarbeiter und einen günstigeren Betreuungsschlüssel für Kindertagesstätten mitfinanzieren. Das wären zwei wichtige Maßnahmen, um die Förderung der Kinder von Anfang an zu unterstützen.
Der Bildungsstammtisch, der alle Akteure der Gorbitzer Bildungseinrichtungen zusammenführen soll, ist eine gute Gelegenheit des regelmäßigen Austauschs zwischen Politik und Bildungsinstitutionen in diesem Stadtteil.“