Kürzungen im Bildungsbereich gefährden Sachsens Schulqualität
Dr. Eva-Maria Stange, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt:
„Der Bildungsmonitor 2010 weist zurecht darauf hin, dass nur mit zusätzlichen Investitionen in das Schulsystem von 123 Millionen Euro bis 2020 das derzeitige Förderniveau pro Schüler bei steigenden Schülerzahlen in den kommenden Jahren aufrecht erhalten werden kann. Der von der Staatsregierung vorgelegt Haushaltsentwurf für die kommenden Jahre spricht eine andere Sprache: Nach wie vor liegt Sachsen mit seiner Schulabbrecherquote von 8,6 Prozent deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 7,0 Prozent. Statt Schulterklopfen des Kultusministers ist zügiges Handeln angesagt, da allein die demografische Entwicklung erzwingt, dass kein Jugendlicher zurück bleiben darf.
Die im Haushalt geplanten Kürzungen bei den Ganztagsschulangeboten sind kontraproduktiv und zerstören gerade die notwendigen Förderangebote an den Sachsens Schulen.“