Kirchen setzen sächsische CDU unter Druck
Dr. Eva-Maria Stange, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt zur ‚Kundgebung‘: „Niemand darf verloren gehen!“ - Evangelisches Plädoyer für mehr Bildungsgerechtigkeit der 11. Synode der EKD:
„Mit ihrem Bekenntnis zu mehr Bildungsgerechtigkeit, zu einer besseren frühkindlichen Förderung sowie zum längeren gemeinsamen Lernen hat die 11. Synode der EKD Forderungen an die Politik formuliert, die die sächsische CDU unter Druck setzen. Diese hat mit dem vorgelegten Haushaltsentwurf und auch den zum Teil nur kosmetischen Nachbesserungen genau das Gegenteil getan: Sie kürzt bei den Ganztagsangeboten, streicht das kostenfreie Vorschuljahr und zeigt wenig Bewegung beim gemeinsamen Lernen von behinderten und nichtbehinderten Kindern. Die Verweigerung bei der Verbesserung der Personalsituation in den Kitas behindert eine individuelle Förderung aller Kinder. Die Gemeinschaftsschulen werden abgewickelt und die neue Oberschule wird am Ende nur die Schulträger teuer zu stehen kommen, die neue Schilder und Briefbögen bezahlen müssen.
Die Landessynode Sachsen hat beschlossen, eine Bildungskonzeption zu erstellen. Es wird Zeit, dass die sächsische CDU endlich die Zeichen der Zeit versteht. Wenn sie schon nicht auf die SPD hört, so vielleicht doch auf die Institution, die sie mit ihrem „C“ im Namen so gern für sich vereinnahmt.“
Das Papier der EKD-Synode ist unter: http://www.ekd.de/print.php?file=/synode2010/beschluesse/74177.html abrufbar.