Hände weg vom Bildungsbereich
Zum geplanten Stellenabbau der sächsischen KoalitionsregierungDr. Eva-Maria Stange, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag: "Wissenschaftlichen Fortschritt vor Einsparungen schützen"
„Sachsen ist eines der Länder mit der größten Dichte an Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Das ist ein enormer Standortvorteil und bringt uns in die Liga von Bayern und Baden-Württemberg. Das war von Anfang an gewollt und hat Sachsen schon in den vergangenen Jahrhunderten zum Land der Ingenieure gemacht. Auf 1.000 Einwohner kommen in Sachsen rund 3 Vollzeitbeschäftigte an Hochschulen (ohne Uniklinika). In Bayern sind es 2,6 und in Baden-Württemberg 2,7.
Wenn Sachsen seinen Vorsprung bei der Ausbildung wissenschaftlicher Fachkräfte und der wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit der Universitäten und Hochschulen nicht einbüßen will, dann sollte die CDU/FDP- Landesregierung die Finger vom Bildungsbereich lassen. Ohne gut ausgebildeten Nachwuchs, ohne wissenschaftlichen Fortschritt wird Sachsen die demografische Krise und die immer noch vorhandene Innovationsschwäche der Unternehmen nicht überwinden können.
Die Botschaft eines massiven Stellenabbaus fordert junge Menschen geradezu zum Verlassen unseres Landes auf. Die Quittung werden wir schon morgen bekommen, wenn es an Lehrern in allen Schularten fehlt und wissenschaftlicher Nachwuchs in andere Länder abwandert“, so Stange.