Guten Morgen, liebe Staatsregierung: Tarifverträge für Lehrer laufen aus - Vorsorge verschlafen!

Dr. Eva-Maria Stange, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt: „Auf Sachsen rollt eine Welle von Mehrausgaben im Schulsystem von rund 100 Millionen Euro zu. Grund: Im Juli 2010 laufen die Tarifverträge für Pädagogen aus, womit die bisherigen Gehalts- und Arbeitszeitkürzungen für Lehrerinnen und Lehrer enden.

Obwohl die Staatsregierung davon seit 2005 weiß, hat sie es bisher verschlafen, eine tragfähige und akzeptable Vorsorgeregelung zu treffen. Das ist fahrlässig und verantwortungslos!

Die Situation stellt sich umso dramatischer dar, da schon heute viele gut ausgebildete Lehrkräfte in westliche Bundesländer abwandern. Dort finden sie weit bessere Start- und Arbeitsbedingungen als bei uns. Sachsen muss aber gerade für junge Lehrkräfte attraktiver werden. Denn bereits ab 2012 droht in den sächsischen Grund- und Mittelschulen ein deutlicher Lehrermangel, den wir sonst nicht bewältigen können.

Ich fordere Kultusminister Wöller und Finanzminister Unland auf, schnellstmöglich im Dialog mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und dem Sächsischen Lehrerverband eine Lösung des Problems zu finden. Sachsens Lehrerinnen und Lehrer verdienen gute Arbeitsbedingungen, wie auch unsere Schülerinnen und Schüler ein Recht auf hervorragenden Unterricht haben. Beides gehört zusammen.“

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