Freie Schulen sind kein staatliches Almosen

Dr. Eva-Maria Stange, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt:

„Herr Flath hatte seinerzeit selbst eine freie Schule in seiner Region mit gegründet. Da war die Freiheit es zu tun in Ordnung. Aber schon als Minister und auch heute als Frontmann seiner Fraktion stört ihn diese Freiheit und er will sie mit der Macht des Staates nach Belieben einschränken. Das hatten wir schon einmal.

Herr Flath sollte seinen Blick in Geist und Wort des Grundgesetzes und der sächsischen Verfassung richten. Freie Schulen sind kein Almosen, welches der Staat nach Belieben verteilen kann, sie sind ein Recht. Wer den Menschen die Schule im Dorf nimmt, muss sich nicht wundern, wenn sie ihre gewonnene Freiheit nutzen, um alternative Schulen zu gründen. Das Problem sind nicht diese Schulen, sondern die bornierte und sture Haltung der CDU bei der Schließung kleiner Schulstandorte. Zu allem Ärger für diese bornierte Politik zeigen die freien Schulen auch noch praktisch, dass es Alternativen zur alternativlos hingestellten staatlichen Schulschließung gibt.

Die Lösung des Problems kann nicht in freien Schulen erster Klasse – wozu  dann die alten, die kirchlichen und natürlich Herrn Flaths Schule gehörten – und Schulen zweiter Klasse liegen. Änderungsbedarf gibt es im staatlichen Schulwesen. Vielleicht sollte sich die CDU einmal daran erinnern, dass die Kirche schon manchmal an der Seite des Volkes gegen den Staat stand.“

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