Demografische Entwicklung fordert mehr Spielraum für Schulen und Kommunen
Dr. Eva-Maria Stange kommentiert das neue Bertelsmann-Projekt „Wegweiser Kommune“ (www.wegweiser-kommune.de)
„Die regionalen Prognosen der Bertelsmann-Stiftung zur künftigen Anzahl der Schüler in Sachsen bestätigen den Handlungsbedarf im Bereich der schulischen Infrastruktur, wenn Sachsen sein Bildungs-Potential ausschöpfen will“, kommentiert die bildungspolitische Sprecherin, Dr. Eva-Maria Stange, das heute vorgestellte Projekt.
Auch wenn sich die Schülerzahlen für Sachsen insgesamt bis auf den berufsbildenden Bereich und bei den Studienanfängern stabilisieren, gäbe es regional z. T. erhebliche Verwerfungen.
„Die langen Schulwege werden gerade im ostsächsischen Raum ein Problemfeld bleiben, wenn wir nicht endlich die Modalitäten der Schulnetzplanung verändern. Dabei müssen die Schulen einerseits mehr Eigenverantwortung und Handlungsmöglichkeiten erhalten und andererseits in Bildungsnetzwerke eingebunden werden.
Die Gemeinschaftsschulen sind auch eine Antwort auf die demografischen Probleme. Die CDU/FDP-Regierung sollte, statt das Gemeinschaftsschulprojekt zu beenden, vielmehr die im Koalitionsvertrag beschriebene Verantwortungsübertragung an die Schulen in Angriff nehmen. Entsprechende Konzepte seitens der SPD liegen dafür dem Kultusministerium vor.“